Lüftung

In der EnEV, die den Status eines Bundesgesetzes hat, heißt es im §6:

"Zu errichtende Gebäude sind so auszuführen, dass die wärmeübertragende Umfassungsfläche einschließlich der Fugen dauerhaft luftundurchlässig entsprechend den anerkannten Regeln der Technik abgedichtet ist."
und weiter:
"Zu errichtende Gebäude sind so auszuführen, dass der zum Zwecke der Gesundheit und Beheizung erforderliche Mindestluftwechsel sichergestellt ist."

Dies ist definitv nur mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung möglich. Und es spricht auch nichts dagegen. Zum richtige Zeitpukt geplant werden die Lüftungsrohre in die Betondecke eingelegt und vergossen, dort sind sie unsichtbar aber über den Verteiler jederzeit voll zugänglich. Die Kosten sind deutlich niedriger, als die Zahlen die teilweise kursieren. Und sie steigert den Komfort und sichert den gesunden erhalt der Bausubstanz.
Nebenbei werden Ihre Fenster nicht verrammelt und nicht vernagelt, sollten Sie das Bedürfnis spüren ein Fenster zu öffnen soll Sie nichts daran hindern - vom Sinn abgesehen.
Die Luft wird im Lüftungsgerät außerdem überhaupt nicht verändert - sie wird durch ein Fließ gefiltert (Sie werden erstaunt sein, wieviel Schmutz in der "frischen" Luft schwebt) und die Wärme der Abluft wird durch einen Kreuzstromwärmetauscher der Zuluft zugeführt.
Keine klimatische Veränderung, kein großer Energieaufwand, keine Beheizung und erst recht keine Chemie.

Wer auf eine Lüftungsanlage im Neubau verzichtet, weiß meist nicht wie viel Feuchtigkeit bewusst durch die Fenstern nach außen transportiert werden muss:

5x täglich Stoßlüften, bei Wind und Wetter, gleichmäßig über den Tag verteilt. Wer kann das schon garantieren?

Ansonsten sind Probleme vorprogrammiert. Und bitte: Kippen Sie nicht Ihre Fenster. Wofür errichten Sie denn Ihren Neubau mit Ihrer Top-Außenhülle? Dafür, dass Sie den ganzen Tag die Kälte ins Haus hereinholen und den Kalt- und Warmbereich nicht mehr durch einen 14cm dicken Vollwärmeschutz trennen, sondern durch ein 4,5cm dickes Holztürblatt?